US-Subprime Zeitbombe: ACA Capital ((tick, tick...))
Es gibt weiter Leute, die von einer kurzen Delle und einer "Santa Rally" sprechen, deshalb eine letzte Warnung ((bevor ich diesen privaten Blog ganz in einen Finanz bzw- Börsenblog verwandle, was ich nicht will ;))
Was hat eine obskure Firma wie ACA Capital am Schluss der Nahrungskette mit einer von vielen Schweizern gehaltenen CS- oder UBS-Aktie oder irgendeiner Aktie zu tun ? Auf den ersten Blick nichts, auf den zweiten mehr als
einem Schweizer Anleger lieb ist, der sich ob des Absturzes der "sicheren und konservativen" Aktien ((die einem der Bankberater empfohlen hat)) die Augen reibt.
ACA Capital ist nicht die erste kleine Zeitbombe der US-Subprime-Krise, aber sicher auch nicht die letzte...
http://finance.google.com/finance?q=NYSE:ACA
und die Geschichte dahinter, die seit August 2007 in den Medien war und nun ((wieder)) sehr aktuell ist...
http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=20601087&sid=aJvSSbKPtZNM&refer=home
Wegen der Multiplikator-Effekte und Abschreiber werden diese und ähnliche Zeitbomben weiter auf amerikanische und im Endeffekt auch europäische Finanzinsitute/Aktienkurse durchdrücken.
Ich möchte erstens daran erinnern, dass die US-Banken Monate bis Jahre an der kalifornischen S&L-Krise zu kämpfen hatten, die viel "nationaler" war und das Ausland weniger betraf...
http://en.wikipedia.org/wiki/Savings_and_Loan_crisis
In an effort to take advantage of the real estate boom (outstanding US mortgage loans: 1950 $55bn; 1976 $700bn; 1980 $1.2tn) and high interest rates of the late 1970s and early 1980s, many S&Ls lent far more money than was prudent, and to risky ventures which many S&Ls were not qualified to assess. Whereas insolvent banks in the United States were typically detected and shut down quickly by bank regulators, Congress sought to change regulatory rules so S&Ls would not have some acknowledge insolvency and the FHLB would not have to close them down.
Das ist dieses Mal anders, ausländische Aktienmärkte sind betroffen. Zudem möchte ich daran erinnern, wie lange Japan nach dem Hypotheken-Bubble Ende der 80er zu kämpfen hatte...
http://en.wikipedia.org/wiki/Image:EconomistHomePrices20050615.jpg
Man vergleiche die relativen Zahlen aus Japan mit den aktuellen im Westen. Drittens ist die chinesische Aktienblase noch nicht geplatzt, worauf ich vor dem Jahr 2010 praktisch wetten würde.
Fazit ? Ich sehe 2007 keine "Santa Rally" und noch viele schwierige Monate kommen. Seit Ende 2006 und mit dem kleinen Rest der Aktien seit Oktober 2007 stehe ich an der Seitenlinie und möchte auch nicht mehr auf dem Feld der Börsenanlagen stehen, die mehr und mehr wie ein Minenfeld aussehen ((ausser dem gestarteten Bären-Börsenspiel, siehe früheres Posting ;))