65 posts tagged “local news”
Viel ist zum Thema und einem möglichen "Exempel", das an der UBS statuiert werden soll, schon geschrieben worden. Dieses Video-Interview scheint mir besonders interessant zu sein kurz vor dem Prozessbeginn...
Entweder kommt es zum teuren Befreiungsschlag ((Vergleich)) oder zu einem langjährigen Rechtsstreit, der im Anschluss auch weiteren Auslandsbanken ((erwähnt werden konkret die CS und HSBC)) blühen könnte.
PS: Nicht erst seit der Finanzhilfe durch den Bund ist auch die Schweizer Regierung und das Schweizer Banksystem für ausländische Kunden auf der Anklagebank. Ein Mosaikstein ist hochaktuell. Ohne in Verschwörungstheorien abzugleiten könnte die Affäre Tinner * ein weiteres Detail - nebst den häufiger hervorgebrachten politischen Argumenten aus Schweizer Seite ((UBS-Arbeitsplätze in den USA **, gute Dienste der Schweiz für die USA )) - darstellen. Spätestens wenn sich heraustellen sollte, dass die Akten CIA-verseucht sind und die Schweizer Regierung sich deshalb mit Händen und Füssen gegen eine Herausgabe wehrte und wehrt...
* http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/die_verworrene_affaere_tinner_im_zeitraffer_1.2982785.html
** Siehe dazu aktuell auch...
und...
http://www.nzz.ch/finanzen/nachrichten/prof_kunz_1.2977913.html
Leider wieder nur einen Blumentopf gewonnen in dieser Saison.
YB siegt auswärts in Basel, leider ein Jahr zu spät.
http://www.bscyb.ch/yb-news-detail?id=19663
Ja, ja. Vizemeister ist auch etwas...vielleicht klappt es ja 2010.
Zeichen und Wunder in der Schweiz bzw. der Schweizer Verwaltung. Zumindest kommt das Thema einmal auf die Traktandenliste...
Der Bund hat einen Millionenauftrag an Microsoft ohne Ausschreibung vergeben und damit die Anbieter von Open-Source-Produkten vom Wettbewerb ausgeschlossen. Parlamentarier fordern von der Verwaltung bei der Beschaffung mehr Transparenz.
http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/risiken_der_microsoft-strategie_abklaeren_1.2507074.html
Weitermachen. Mit der Transparenz. Dazu nur ein schon bekanntes Musterbeispiel ((Stichwort BBL und Immobilien)) aus dem Jahre 2008...
Der Bericht der Eidgenössischen Finanzkontrolle über Misswirtschaft bei den Auslandimmobilien der Eidgenossenschaft erregte Aufsehen. Das zuständige Bundesamt für Bauten und Logistik im Departement von Hans-Rudolf Merz kam bös an die Kasse.
...
Bekannt wurde ausserdem der geplante Kauf einer Luxuswohnung für die Schweizer Verteidigungsattachées in Paris. Das BBL wollte für diese im besten Viertel von Paris eine 4,2 Millionen Franken teure Bleibe erwerben. Die KöB lehnte den Kauf aber ab – wegen des zu hohen Preises. Dennoch musste die Eidgenossenschaft dem Makler gegen 300'000 Franken überwiesen – unter anderem für Gebühren.
http://bazonline.ch/schweiz/standard/Departement-Merz-redet-Misswirtschaft-schoen/story/22694722
Als Nachtrag zu meinem letzten Eintrag ((Pirate Bay-Urteil)). Bekanntlich hat man in immer mehr Schweizer Kinos nicht mehr die Wahl zwischen Originalsprache und Synchronisation...
Den Filmfans reichts. Ihr Widerstand kommt aus Facebook: In Gruppen wie «Edf forever» (2000 Mitglieder), «Synchronstimmen gehören nicht ins Kino!» (200) oder «Please get multilingual!» (160) attackieren sie die deutsche Welle und drohen mit Kino-Boykott.
Martin Stucki, Pressesprecher von Universal Pictures Schweiz, kann die Fans verstehen. Doch er sagt: «Die Kinobetreiber bestimmen aufgrund des Publikumsgeschmacks, ob sie Original- oder synchronisierte Kopien zeigen. Der Trend läuft ganz klar zum Deutschen.
http://www.blick.ch/unterhaltung/kino/in-schweizer-kinos-tobt-der-sprachenkrieg-117386
Die Originalfassungen gibt es wenigstens im Netz oder später auf Scheibe, den Kinobesuch kann man sich sparen. In meinem Falle verzichte ich auf Crank 2 in deutscher Sprache.
Der trashige Trailer hat es in sich, schade ((Achtung: NSFW und nicht ganz jugendfrei...))
http://media.kino-govno.com/trailers/crank2/crank2_promo_640.mov
PS: Ich hoffe einmal, dass wenigstens Terminator 4 im Sommer in der Originalsprache angeboten wird. Sonst gibt es einen kurzen Wutanfall und eine anschliessende Zugreise zum nächsten Edf-Angebot...
Die deutschsprachigen Medien und die PBollizei haben gründlich recherchiert zur Schiesserei bei Stuttgart....NOT.
Es kann gar nicht schnell genug gehen. Klick. Da werden angebliche Fakten möglichst schnell gepostet. Klick, klick. Die Sensationsgeilheit der angeblich so betroffenen Leser und die eigenen BannerAd-Statistiken müssen befriedigt werden.
Ausländische Medien sind da wenigstens etwas genauer was das angebliche Posting bei Krautchan angeht:
http://www.timesonline.co.uk/tol/news/world/europe/article5897120.ece
(( Grundsätzliches zu dieser Art von Internetforen würde auch nicht schaden, hier zu einem der Originale: http://en.wikipedia.org/wiki/2channel - anonymes Posten lässt grüssen. Zudem lässt sich eine HTML-Seite nach wie vor abspeichern, in einem HMTL-Editor kurz bearbeiten, dann wird ein Screenshot für die Medien erstellt. Photoshop ist gar nicht nötig. ))
Mehr angebliche Fakten nach nicht einmal 24h: Der Täter habe auch "sehr viel" Egoshooter am Computer gespielt. Dann ist der Bundestrojaner also schon Realität ? Vielleicht haben die Verantwortlichen Logfiles aller Aktivitäten der letzten Monate gespeichert und flugs ausgewertet. Auch die lokale Politik darf nicht fehlen. Die SP Bern ist "tief betroffen". Eigentlich will sie aber die bösen "Killerspiele" verbieten und fordert Migros und Coop zum Handeln auf. Ich habe auch gründlich recherchiert und bin gleicher Meinung. Tischtennis (( der Killerspielschmiede Rockstar Games ! )) gehört per sofort verboten....
PS: Eigentlich sollte die SP der Migros gratulieren und sie nicht kritisieren, wenn man sich diese Statistik anschaut...
Aber nun hat die Migros ja den bösen Alki-Denner unter die Fittiche genommen. Die Realität ist manchmal etwas komplexer. Ich hoffe, die laut aufschreienden Politiker feiern ihren nächsten Wahlsieg mit Rimuss einem politisch korrekten alkoholfreien Getränk aus lokalem, biologisch garantiert nachhaltigem Anbau. Prost.
Ein Verlustezyklus der eines Tages wieder auftauchen wird. Die Probleme ((asymmetrische Risiken)) bleiben nach wie vor ungelöst bei den zwei Grossbanken - sowohl bei den Lohnsystemen als auch beim Klumpenrisiko für die Schweiz und die Schweizer Währung...
PS: Update. Christoph Blocher hatte die Idee einer Holding/Abtrennung im letzten Oktober, vermerkte ich damals auch hier im Blog. Nun nimmt er die Idee ((Nebelgranate nach der Niederlage bei der letzten Abstimmung ;) ?)) wieder medienwirksam auf...
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Gespaltene-SVP-Blocher-und-Kaufmann-gemeinsam-gegeneinander/story/20246546
Ueber die letzten Jahre hatte nur Rudolf Strahm einige Male mit Nachdruck auf die Klumpenrisiken hingewiesen und Verbesserungsvorschläge eingebracht. Eigentlich erstaunlich, besonders nach dem Zusammenbruch der Swissair, welcher volkswirtschaftlich einen kleineren Schaden als bei einem potentiellen Zusammenbruch von UBS oder CS mit sich brachte.
Ringeltanz, eine Kernkompetenz für den Bundesrat...?
http://www.youtube.com/watch?v=c918KwWVmtk
Am 10. Dezember finden wir es heraus. Das Kinderparlament hat er wohl schon nach dieser Sendung auf seiner Seite.
Viele Leute haben sich bis jetzt nicht mit der Abzockerinitiative auseinandergesetzt und haben weiterhin falsche Vorstellungen, etwa, dass eine Lohnobergrenze oder eine Bandbreite gefordert wird - dem ist nicht so.
Siehe dazu unten das Interview auf Telezüri vom 20. Oktober 2008. Der Initiant Minder ((wie auch der anwesende Vertreter der FDP Luzern, Otto Ineichen)) forden darüber hinaus wichtige Anpassungen in der Aktienrechtsrevision um das Depotstimmrecht zu verbessern ((Abstimmungspflicht für Pensionskassen etc.)) sowie bessere Unterschiede zwischen Kleinbetrieben und Konzernen, um unnötige Bürokratie zu vermeiden...
http://www.telezueri.ch/index.php?id=60868
((Videos sind im Archiv online verfügbar -> siehe 20. und 21. Oktober 2008))
Ein Silberstreif unter all den bürgerlichen Parlamentariern, die den Kopf in den Sand stecken oder austrocknende Spenden aus der Finanzbranche fürchten.
PS: Die FDP Luzern war übrigens eine der wenigen Sektionen der FDP ((oder überhaupt aller bürgerlichen Parteien)), weöche die Abzockerinitiative unterstützt hatte. Die Mehrheit der FDP spielte schon bei den Parallelimporten ein Trauerspiel mit ((Freunde Der Pharmalobby)), das F kann man bald aus dem Namen streichen.
PPS: Nur einen Tag später ((Dienstag, 21. Oktober 2008)) war der Wirtschaftsprofessor Walter Wittman Interview-Gast, auch dieses Interview ((besonders seine Erläuterungen zum europäischen Ordo-Liberalismus, die häufig missverstanden wurden)) ist sehenswert.
Fehlermeldung auf der neuen Cash-Seite heute Montag. Die Wirren der letzten Wochen haben offenbar selbst dem erfahrenen Börsenguru die Sprache verschlagen :)
Darunter sieht man das neue Layout der Zeitung Cash ((vormals Cash Daily))...
A propos Redesign: Warum muss man sich immer noch einloggen, um die PDF-Ausgabe zu lesen ? Videos sind auch weder einbett- noch verlinkbar. Das hatten schon andere Leute früher einmal diskutiert...
Sie sprachen vorhin davon, dass Ihr Blog-Netzwerk bald schon mehr Unique Clients zählen könnte als cash.ch. Was macht die Konkurrenz falsch?
- Die Website von "Cash daily" ist für mich ein Paradebeispiel dafür, wie man’s nicht machen darf. Dieses alte Konzept -- der Content wird eingesperrt, die Leser müssen sich registrieren -- funktioniert heute einfach nicht mehr. Es ist ja nicht einmal möglich, auf Artikel zu verlinken. Wenn ich einen Artikel weiterempfehlen will, mache ich einen Screenshot und verschicke den per E-Mail. Das ist Web 1.0 at its best.Haben die Verleger die Entwicklung im Internet Ihrer Ansicht nach generell verschlafen?
- Im Moment sieht's danach aus. Ich finde, man müsste die Verleger in ein Web 2.0-Seminar stecken und ihnen erklären, wie die Ressource Information im Internet eigentlich funktioniert. Es herrscht zum Beispiel immer noch der Irrglaube vor, dass die User über die Homepage auf die Website kommen und sich dann durchklicken, doch dabei weiss man doch, dass viele per Google kommen. Vielleicht kann der Verleger das nicht verstehen, weil er die Zeitung auch am Stück ausliefert, und deswegen sind ihm die anderen Kanäle egal. Das ist dann halt Pech.
Quelle: http://www.persoenlich.com/news/show_news.cfm?newsid=73294
ROFL. Told. You. So. Ich muss nicht bis 2009 warten um auf meine Prognose vom 16.10.08 ((Punkt 3)) zu verlinken, dass die Versprechungen der UBS-Spitze bezüglich Boni reine Lippenbekenntnisse waren und bleiben werden...
Der Bund schiesst bei der UBS 6 Milliarden Franken ein, die Nationalbank übernimmt faule UBS-Papiere für 60 Milliarden. Doch diese Staatshilfe hindert die Grossbank nicht daran, im nächsten Frühling 7 Milliarden Franken an Boni auszuzahlen.
Zur Zahl von 7 Milliarden Franken will die Bank keine Stellung nehmen. Sprecherin Eveline Müller-Eichenberger sagt nur: «Es werden Boni gezahlt. Die Summe der Boni wird aber mit Sicherheit kleiner sein als im Vorjahr.» Damals waren es noch 12 Milliarden Franken – trotz Konzernverlust.
Habe keinen Zweifel, an den der Zeitung "Sonntag" gesteckten ((via Tagesanzeiger oben zitierten)) Infos zu zweifeln. Ich frage mich, wie naiv Bundesbern war, als diese Rettungsaktion ((pardon: vertrauensbildende Massnahme aus Sicht der Bank)) beschlossen wurde letzte Woche. Im Original der Zeitung "Sonntag" sieht das noch eindrücklicher aus für Leute, die sich wenig mit dem Thema beschäftigt haben. Die Boniauszahlungen der letzten Jahre zeigen die Grössenordnungen in Relation zur nun ((angeblich so dringend benötigten)) Bundeshilfe...
(( Quelle: Sonntag, 19.10.2008, Titelseite. Wohlgemerkt, es sind oben nur Boni dargestellt. Die ((zu)) hohen Dividenausschüttungen der letzten Jahre müsste man auch addieren... ))
Erstens ist es köstlich, wie sich nun alle über die Saläre aufregen, obwohl diese seit Jahren bekannt sind. Besonders die Politiker, das macht sich gut. Die Abzocker-Intiative des Kleinunternehmers Minder ((Trybol)) hat selbst die SP nur auf dem Papier unterstützt, die Grünen etwas aktiver. Ausser der Grünen Partei und einigen kleinen Sektionen anderer Parteien hat keine politische Kraft (( weder bei der Revision des Aktienrechts noch bei der Unterstützung der Abzockerinitiative)) viel Energie aufgebracht zum Thema.
Auf Kundenseite nicht anders: Vor UBS-Filialen und an Aktionärsversammlungen empören sich Kunden und Kleinaktionäre bei hingestreckten Mikrofonen. Köstlich 2.0. Wir haben kein Bankmonopol - kein Mensch hat diese Leute gezwungen, das Konto ((weiterhin)) bei der UBS zu haben oder UBS-Aktien zu kaufen - man kann das Konto auflösen und/oder die Aktien verkaufen, das dauert nicht viel länger als ein Interview zu geben :)
Zweitens kann die UBS gar nicht anders, als weiter Boni zu zahlen wegen laufenden Arbeitsverträgen - besonders im Investmentbanking wenn keine supranationale Lösung gefunden wird. Aenderungen in den Arbeitsverträgen in den USA und anderen Ländern würden und werden Klagewellen und Abwanderungen der hochbezahlten Spezialisten nach sich ziehen - das zeigt einmal mehr, dass die Boni auf Schönwetterperioden ausgelegt wurden und nicht einmal nach dem Katastrophenjahr 2007/08 angepasst werden konnten. Ein weiteres Armutszeugnis für das Risikomanagement in der UBS. Der Bund hat entweder nicht hingehört oder die UBS hat letzte Woche wieder einmal juristisch vieldeutig fabuliert und eine Nebelgranate gezündet bei konkreten Fragen - jedenfalls gibt es keine wasserdichte Verpflichtung der UBS und keine Auflage seitens des Bundes. Bundesnaiv.
Drittens musste das Börse personifiziert werden, um den Skandal boulevardmässig bearbeiten zu können. Es ist nur noch von Marcel Ospel ((natürlich zurecht)) die Rede - aber neben ihm "verdienen" Hunderte von Angestellten im Investmentbanking ebenfalls Millionenboni. Es ist nicht unüblich, dass leitende Angestellte bzw. Teams in den Tradingdesks mehr als ihre Chefs verdienen. Von ihnen redet Niemand. Wenn Ospel in den nächsten Wochen unter Krokodilstränen für eine PR-Aktion ein paar Millionen erstattet, stört das weder ihn noch die Bank - er hat genug Geld aus den früheren Jahren und die Namen der im Ausland lebenden UBS-Kader kennt in der Schweiz kein Mensch, darum stört sich auch Niemand mehr daran wenn der Volkszorn abgeflaut ist ((das mit Ospel war übrigens eine letzte Prognose)).
Das war es definitiv zur UBS in diesem Blog. Ich mag nicht mehr zu diesem leidigen Thema in den Sandsackdie Tasten zu hauen - wenigstens war es ein gutes Fallbeispiel für die Abzockerinitiative und das "Halbwertszeitgedächtnis" vieler Schweizer Politiker, die sich nun plötzlich lautstark dafür einsetzen, dass der Aktionär die Löhne der Führung festlegen darf :)
PS: Es gibt nicht nur die UBS und die CS. Wir haben zum Glück noch genug grössere und kleinere Banken in der Schweiz, die gut und seriös arbeiten. Stimmen Sie mit ihrem Geld ab (( Ich warte auf den ersten Kommentar, das würde die Krise nur verschlimmern - solange eine Bank Boni in diesen Grössenordnungen zahlt und gleichzeitig Geld vom Staat fordert, hat sie offenbar ihr Geld nicht nötig - vom Vertrauensverlust nach dem Zickzackkurs der letzten Monate ganz zu schweigen.))